Löhnberger Vereine und Wehren freuen sich über 7500 Euro

Zu seinem Sechzigsten vor fast einem Jahr hatte es Hedmar Schlosser richtig krachen lassen und seine Gäste in allen öffentlichen Räumen der „Krone“ verwöhnt. Genauso großzügig zeigte der Hotelier und Gastronom sich jetzt auch bei der Verteilung der Geschenke: Er spendete 11.250 Euro. Sein Freund Max Stillger legte mit seiner Stiftung noch 3750 Euro für die Ortsvereine drauf, so dass als schöner Nachklang der Feier insgesamt genau 15.000 Euro für gute Zwecke zusammenkamen.
Schlosser und Stillger überreichten die symbolischen Schecks Anfang der Woche im Hotel „Zur Krone“ im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins an dem auch der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer (SPD) und Löhnbergs Bürgermeister Reiner Greve (parteilos) teilnahmen.
„Das Geld ist so besser angelegt als in Präsenten für mich“, betonte Schlosser. „Endlich sind wir jetzt auch in Löhnberg aktiv“, sagte Stillger. Der frühere Bürgermeister der Gemeinde, Dr. Frank Schmidt (SPD), habe sich geweigert, Zuschüsse der Stiftung anzunehmen. So sei Löhnberg die einzige Kommune im Landkreis Limburg-Weilburg gewesen, die in der Corona-Pandemie die kostenlos angebotenen Schutzmasken abgelehnt und später auch auf Energiehilfe verzichtet habe.
Hedmar Schlosser teilte den Spendenkuchen in drei gleich große Stücke. Jeweils 3750 Euro bekommen zwei Hilfsorganisationen, die er schon seit rund 30 Jahren unterstützt: „CubaCare“ und „Menschen für Kinder“. Das Land in der Karibik ist ihm besonders ans Herz gewachsen. Schlosser bringt regelmäßig Medikamente, Brillen und andere dringend benötigte Sachen in Kindergärten, Waisenhäuser und weitere Einrichtungen. Bei „Menschen für Kinder“ zählt er zu den Mitgründern.
Die gleiche Summe erhalten von ihm 14 Vereine und die Feuerwehren in Löhnberg, Niedershausen, Oberhausen und Selters für ihre Jugendarbeit. Max Stillger verdoppelte den Betrag für diesen Zweck auf 7500 Euro.
Der größte Ortsverein, der TuS, bekommt 2000 Euro. Die vier Feuerwehren freuen sich ebenso wie das Karneval-Komitee Lahneburg, der TuS Niedershausen und der TSV Obershausen über jeweils 500 Euro. Jeweils 200 Euro gehen in Löhnberg an den Schützenverein, den Tennisclub und die Wassersportfreunde, in Niedershausen an den TC und die Westerwälder Wanderfreunde, in Selters an den Paintball Sport Club, den Tischtennis-Club, die Wandervögel und den Wasserskiclub und in Obershausen an den KVO-Ukamamba.

Den Scheck mit der höchsten Summe (2000 Euro) nahmen die Vertreter des TuS Löhnberg entgegen. Von links Max Stillger, Thomas Theis, Marcel Gnendiger, Dr. Thorsten Eidenmüller und Hedmar Schlosser. Vorne die Kinder Artur Schlosser (l.) und Hanno Gnendiger.
„Die Vereine werden sicher unter der finanziellen Notlage der Gemeinde leiden“, erläuterte der Unternehmer. „Deshalb möchte ich gerne etwas für die Solidargemeinschaft tun.“ Er wolle auch optimistisch nach vorne blicken und das Löhnberger Burgfest möglichst schon in diesem Jahr wieder aufleben lassen.
Max Stillger konnte es nicht verkneifen, den Verursacher des Finanzdesasters anzuprangern. „Bei diesen Vorgängen in den vergangenen Jahren muss man auch mal über eine persönliche Haftung des Verantwortlichen nachdenken“, sagte der CDU-Kreistagsabgeordnete im Hinblick auf die Rolle von Dr. Frank Schmidt. Und weiter: „Es ist ein absolutes Unding, dass der Mann noch immer im Verwaltungsrat von drei Sparkassen sitzt. Wenn er einen Arsch in der Hose hätte, hätte er sein Jahreshonorar für diese Ämter heute mit in den Pott gelegt.“
Bürgermeister Reiner Greve dankte Schlosser und Stillger sehr herzlich für das Engagement in diesen nicht einfachen Zeiten für die Gemeinde. Die Vertreter der Spendenempfänger drückten mit starkem Applaus und in persönlichen Worten ihre Zustimmung aus.

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