Max Stillger Stiftung unterstützt Schwerbehinderten in Dorchheim

Mit einer Erkrankung der Atemwege, die einen Berufswechsel erforderte, fing das Leiden von Jorge Januario noch relativ glimpflich an. Ein schwerer Motorradunfall führte 1996 zu einer halbseitigen Lähmung und als ob das noch nicht schlimm genug gewesen wäre, erlitt der Portugiese auch noch eine Stammhirnblutung. Das war vor bald 13 Jahren. Seitdem ist Jorge, den alle „Schorsch“ nennen, ein Pflegefall. Ehefrau Kerstin Lorenz betreut ihn liebevoll rund um die Uhr.
Das Schicksal konnte seinen Lebensmut und seine Lebensfreude nicht brechen. Erstaunlich, wie zufrieden der 60-Jährige wirkt. Auch beim Besuch von Max Stillger, Theo Speier und Christoph Kunz präsentierte er sich fröhlich – und das lag nach Angaben von Freunden keineswegs nur daran, dass die drei ein schönes Geschenk mitgebracht hatten: Einen Scheck über 7765 Euro. „Wir wollen mit dieser Spende dazu beitragen, die Situation von Schorsch ein wenig zu verbessern“, sagten Stillger und Kunz.
Christoph Kunz hatte die Aktion initiiert und zu seinem 50. Geburtstag um Spenden für diesen Zweck gebeten. Dabei kamen 2165 Euro zusammen. Er legte noch 600 Euro drauf und wandte sich an die Max Stillger Stiftung, die – wie in den meisten Fällen – schnell und unbürokratisch ihre Unterstützung zusagte. Max Stillger stellte spontan 5000 Euro bereit und fuhr mit Stiftungs-Vorstandsmitglied Theo Speier und Christoph Kunz nach Dorchheim. „Es ist immer schön, Menschen in Not zu helfen“, sagte der Unternehmer.
Auch das Dorchheimer Ehepaar kann das Geld gut gebrauchen. „Aktuell müssen wir einen neuen Brenner für die Heizung kaufen“, sagten „Schorsch“ und Kerstin, die sich für die Spende herzlich bedankten.
Jorge Januario kam als Zweijähriger nach Dorchheim, wo sein Vater wohnte. 1968 wurde seine Schwester geboren, nach dem Tod der Mutter 1975 kamen die beiden zu Freunden der Familie. Das Jugendamt trennte die Geschwister. Der Vater konnte die Kinder nicht versorgen.
Nach der Schule machte „Schorsch“ zunächst eine Ausbildung zum Isolierklempner, musste sich jedoch aufgrund einer Erkrankung der Atemwege (Glasfaser und Abdichtfasern) umorientieren und lernte Informatiker bei der Firma Pauly in Offheim. Ein Motorradunfall bei Koblenz führte zum Darmverschluss und einer halbseitigen Lähmung. Mit Kerstin fand er 2010 sein Lebensglück. Das Paar erwarb ein kleines Häuschen in Dorchheim und begann mit der Renovierung.
Im Januar 2013 erlitt der Mann eine schwere Stammhirnblutung, und fiel für sechs Wochen ins Koma. In dieser Zeit renovierten seine Freunde den Rest des Gebäudes, und Kerstin konnte ihn nach dem Klinikaufenthalt nach Hause holen. Kerstin gab ihre Arbeit als Dauernachtwache auf und pflegt seitdem ihren Mann aufopferungsvoll.


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Max Stillger Stiftung

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